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Energie zählt in der Regel zu den relevantesten Kostenpositionen in einem Unternehmen. Aus diesem Grund spielen Maßnahmen zur Reduzierung eine bedeutende Rolle. Selbst in Unter­nehmen, die bereits auf Energieeffizienz setzen, besteht häufig noch ein großes Einsparpotenzial. Energieeffizienz-Netzwerke bieten einen gewinnbringenden Erfahrungsaustausch mit anderen Firmen. Die professionelle Expertenberatung durch enercity und Partner zum Thema Energieeffizienz unterstützt sie dabei.

Kostensicht

Wie die Netzwerke funktionieren
Workshops und Beratung vor Ort ergänzen sich.
Workshops und Beratung vor Ort ergänzen sich.
Für Unternehmen, die ihren Energieverbrauch auf den Prüfstand setzen und Einsparpotenziale heben wollen, bieten Energieeffizienz-Netzwerke die optimale Lösung. Die Kombination aus Erfahrungsaustausch mit Firmen, die ähnliche Anforderungen haben, und der kompetenten Unterstützung vom Energiedienst­leister enercity ist ein Gesamtpaket, das konkrete Einsparungen bietet.

Die zwei Netzwerke von enercity

enercity bietet mit seinen Kooperationspartnern zwei verschiedene Netzwerke an: Bei dem Energieeffizienz-Netzwerk ÖKOPROFIT Energie Hannover handelt es sich um einen branchen­übergreifenden Zusammenschluss, der von der Landeshauptstadt und Region Hannover in Kooperation mit enercity gefördert wird und das bekannte ÖKOPROFIT-Programm durch Vertiefung des Themas Energieeffizienz ergänzt. Die abgeschlossene Teilnahme an diesem Netzwerk ermöglicht Firmen den Einstieg in den ÖKOPROFIT-Klub.

Das andere Netzwerk von enercity richtet sich speziell an Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, und ist exakt auf deren besondere Bedürfnisse zugeschnitten. 

Ablauf des zweijährigen Programms

Das Programm der beiden Netzwerke findet in einem Zeitraum von 24 Monaten statt. Bei der Auftaktveranstaltung legen die Teilnehmer gemeinsam Ziele und Schwerpunkte fest. Dazu zählt, welche grundsätzlichen Bereiche, wie beispielsweise Beleuchtung, Heizung, Klima oder Lüftung, von besonderem Interesse sind. Die speziellen Wünsche der Teilnehmer werden dann bei der Konzeption der nachfolgenden vier Workshops, die von Energieexperten strukturiert und moderiert werden, berücksichtigt. Außerdem erfolgt eine Beratung vor Ort, die eine Energieanalyse plus Maßnahmenprogramm umfasst und die Basis für den individuellen Einsparkurs bildet. 

Weitere Informationen

Der Start der Netzwerke ist in der ersten Jahreshälfte 2017 geplant. Die Teilnehmerzahl ist in beiden Netzwerken auf zehn bis 15 Unternehmen begrenzt. 

Bei Interesse an einem der Netzwerke oder an einer individuellen Lösung für Ihr Unter­nehmen sprechen Sie uns gern an. Weitere Informationen zu den Netzwerken und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.


Uebersicht

Einsparungen im Netzwerk
Wie viel Kosten können Teilnehmer im Netzwerk wirklich sparen? Die Analyse der ersten 30 Pilot-Netzwerke zeigt die Erfolge auf. Auch ein in Rheinland-Pfalz durchgeführtes Netzwerk mit 14 teilnehmenden Krankenhäusern beweist die Wirksamkeit.

Gesamtergebnis von 30 Pilot-Netzwerken

Die Auswertung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) der ersten 30 Pilot-Netzwerke mit Fokus auf das produzierende Gewerbe zeigt eindeutige Ergebnisse: So lassen sich im Netzwerk die Einsparungserfolge für die Unternehmen verdoppeln. Nach zwei bis vier Jahren sind Energiekostensenkungen von fünf bis zehn Prozent möglich. 

Für die 30 Pilot-Netzwerke mit einem Gesamtenergieverbrauch von rund 17 Millionen Megawattstunden pro Jahr (MWh/a) bedeutet das Einsparungen von 1 Million MWh/a. Das entspricht je Betrieb im Durchschnitt einer Reduktion der Energiekosten um 180.000 Euro pro Jahr.

Hinzu kommt der Nutzen für die Umwelt: Durch die umgesetzten Maßnahmen werden rund 350.000 Tonnen CO2 pro Jahr weniger emittiert.

Energieeinsparungen (Strom und Wärme) in kWh/a

Im Energieeffizienz-Netzwerk für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz 2014-2015 der Energieagentur Rheinland-Pfalz, die insgesamt mehr als 240 Maßnahmen umgesetzt haben, konnten Einsparungen in folgenden Bereichen gemessen werden: Durch Lüftung/Kälte/Klima konnten rund 4 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a), im Bereich Heizung mehr als 3,8 Millionen kWh/a vermieden werden. Die beiden Bereiche machen typischerweise den größten Anteil aus, weil Maßnahmen hier häufig geringintensiv erschlossen werden können. Die richtigen Anregungen und Ideen dazu liefert der Erfahrungsaustausch im Netzwerk.


Expertensicht

Im Interview: Dr. Jan Witt.
Im Interview: Dr. Jan Witt.
Die Energieeffizienz-Netzwerke sind ein Aspekt des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung. Wie wichtig sie sind, erfahren wir im Interview mit Dr. Jan Witt, Bereichsleiter Energie­effizienz des Bundesverbands der Energie- und Wasser­wirtschaft e.V. (BDEW).

Herr Dr. Witt, was genau beinhalten der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz und die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke?

Im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren (Haushalt, Industrie, Gebäude und Verkehr) zusammengefasst. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt dabei die Etablierung der Idee der Energieeffizienz-Netzwerke.

Vor diesem Hintergrund haben sich die deutsche Regierung sowie führende Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft Ende 2014 zu der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke zusammengeschlossen. Ob Stahlwerk, Elektromarkt oder Bäckerei – in allen Unternehmen schlummern große Energieeffizienz-Potenziale. In einem Effizienz-Netzwerk wollen die beteiligten Unternehmen mithilfe eines erfahrenen Energieberaters den eigenen Energieverbrauch optimieren.

Welche Potenziale bietet die Initiative?

Die Initiative organisiert den Rahmen unter anderem mit Leitfäden, Öffentlichkeitsarbeit und Best Practices. Unmittelbares Ziel bleiben aber die Effizienzsteigerung der Netzwerkteilnehmer und ihr wirtschaftlicher Erfolg. Während einer dreijährigen Laufzeit ist ein Einsparpotenzial bei den Energiekosten von fünf bis zehn Prozent realistisch. Dabei zeigen die Erfahrungen bisheriger Netzwerke, dass die positiven Wirkungen der Netzwerkkooperation über die Netzwerkziele hinausgehen. Sie führen in vielen der inzwischen über 1.000 beteiligten Unternehmen zu einer nachhaltigen Anpassung der Unternehmenskultur, das Thema Energieeffizienz rückt stärker in den Fokus.

In welcher Rolle sehen Sie die Energieunternehmen dabei?

Energieunternehmen sehen sich als „natürliche Partner“ der Effizienz-Netzwerke. Sie haben die Kontakte zu den potenziellen Teilnehmern, die sie insbesondere bei der Initiierung neuer Netzwerke nutzen. Gleichzeitig bringen sie aber auch ihre Kompetenz und Erfahrung bei der Optimierung von Energieanwendung ein. Energieunternehmen betreuen die Netzwerke direkt oder indirekt gemeinsam mit Partnern, zum Beispiel örtlichen Energieagenturen oder regionalen Industrieverbänden.

Welchen Anteil an der Energiewende können die Netzwerke haben? Können sie einen großen Beitrag leisten?

Ja. Durch den ganzheitlichen Ansatz, der bei der Arbeit im Netzwerk gewählt wird, werden Einsparmaßnahmen identifiziert, die einzelne Unternehmen in der Regel nicht finden. Gerade der offene Erfahrungsaustausch auch zwischen unterschiedlichen Branchen löst mehr Investitionen aus, als das zum Beispiel einzelne Fördermaßnahmen könnten. Die Netzwerke verbreiten Ideen zur Effizienzsteigerung nachhaltiger, da sie über den Austausch unter gleichberechtigten Partnern funktionieren. Und die Netzwerke sind nicht auf spezielle Gruppen beschränkt – vom Industriekonzern, über kleine und mittlere Unternehmen, bis hin zu kommunalen Einrichtungen können viele Organisationseinheiten an Netzwerken teilnehmen.


Unsere-Sicht

„Wir ermöglichen die Energiewende“
enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva.
enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva.
enercity hat in Kooperation mit ÖKOPROFIT Hannover und der Arqum GmbH Energieeffizienz-Netzwerke ins Leben gerufen. Warum das Unternehmen sich in dem Bereich engagiert und welchen Part es dabei übernimmt, erläutert die Vorstandsvorsitzende von enercity, Dr. Susanna Zapreva, im Interview.

Frau Dr. Zapreva, enercity fördert den Zusammenschluss zu Energieeffizienz-Netzwerken. Was ist dabei der Antrieb für Ihr Unternehmen?

Energieeffizienz-Netzwerke sind ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Ziel: den Primärenergieverbrauch von 2008 bis 2050 zu halbieren. Durch die Einrichtung von Netzwerken leistet die Energiewirtschaft – so auch enercity – einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zum Erfolg der Energiewende. Das ist uns sehr wichtig, weil wir uns sehr stark in Richtung Dienstleistungsanbieter entwickeln und nicht nur Strom und Gas liefern.

Welchen Part übernimmt enercity in den Netzwerken?

Wir haben jahrelange Erfahrung und großes Know-how beim Thema Energieeffizienz. Durch unsere Beratung können wir unseren Kunden helfen, Wege zu finden, um Energie zu sparen. Wenn sie im Anschluss die erarbeiteten Maßnahmen auch umsetzen wollen, bieten wir zusätzlich die Dienstleistungen an. 

Inwieweit passt das Engagement auch zur Positionierung von enercity?

Wir bei enercity entwickeln uns von einem Commodity-Anbieter zum Dienstleister. Die Bedürfnisse unserer Kunden stehen dabei im Fokus. Gerade bei unseren Business-Kunden sind enorme Kostensenkungspotenziale durch die Steigerung der Energieeffizienz zu heben. Je nach Branche sind es bis zu 30 Prozent Energieeinsparungen, die wir heben können. Mein Anspruch ist es, dass wir im Dienstleistungssektor rund um das Thema Energie die erste Adresse bei unseren Kunden sind.   

Im Netzwerk spielt nicht nur das Thema Energieeffizienz, sondern auch die Prozessoptimierung eine wichtige Rolle. Inwieweit beschäftigt sich enercity damit?

Unser Erfolg in der Zukunft hängt von der Fähigkeit ab, schnell auf Veränderungen zu reagieren, neue Technologien aufzunehmen und für uns und unsere Kunden nutzbar zu machen. Unsere Gesellschaft steht vor einer Zeitenwende, in der Digitalisierung und künstliche Intelligenz unser Wirtschaftssystem stark prägen werden. Vieles wird vernetzt und automatisch ablaufen. Das verändert auch den globalen Wettbewerb sehr stark. Unternehmen suchen ihren Standort nicht mehr nach den Personalkosten, da durch Digitalisierung und Robotik diese eine untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr rücken Know-how und effiziente Infrastruktur in den Vordergrund bei diesen Entscheidungen. Das ändert unsere Kundenstruktur, aber noch stärker den Anspruch unserer Kunden an Energielieferung und Dienstleistung. Das ist eine große Chance für uns, die wir nutzen werden.


Steckbrief

Die ersten Energieeffizienz-Netzwerker
Diakovere hat sich bereits zum Energieeffizienz-Netzwerk angemeldet.
Diakovere hat sich bereits zum Energieeffizienz-Netzwerk angemeldet.
Eines der ersten Unternehmen, die sich bei enercity zum Energieeffizienz-Netzwerk angemeldet haben, war die Diakovere gGmbH – Norddeutschlands größtes gemeinnütziges Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich mit Sitz in Hannover. Ein Interview mit Prokurist Dr. Michael Schmidt.

Welche Energiesparmaßnahmen wurden bei Ihnen umgesetzt?

In unserem Unternehmen wurden energetische Sanierungen an Fenstern und Dächern durchgeführt und die Belüftungssysteme optimiert, um Energie einzusparen. Außerdem haben wir Optimierungen bei den Betriebszeiten unterschiedlicher Anlagen realisiert.

Welche Energieformen werden in Ihrem Unternehmen primär eingesetzt? In welchen Bereichen benötigen Sie besonders viel Energie?

In unserem Unternehmen sind Strom und Fernwärme die wesentlichen Energieformen. Den Großteil der Energie nutzen wir in den Bereichen Küche, Zentralsterilisation, Kälteerzeugung und Radiologie.

Wie haben Sie von dem Netzwerk erfahren? Was hat Sie bewegt, daran teilzunehmen?

Wir wurden von unserem zuständigen Berater von enercity, Markus Diekmann, auf das Energieeffizienz-Netzwerk aufmerksam gemacht. Die vielen positiven Erfahrungen in anderen Netzwerken motivieren uns, auch zum Thema Energie in den Austausch mit anderen Unternehmen zu gehen. Das hat uns zu unserer Entscheidung bewegt.

Was erhoffen Sie sich konkret vom Netzwerk?

Die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Unternehmen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, Erfahrungen auszutauschen, erscheint uns als gute Möglichkeit, auf neue Ideen aufmerksam zu werden. Wir erhoffen uns dadurch, Energiesparmaßnahmen schneller und effizienter umsetzen zu können und dadurch nachhaltig die Kosten zu senken.

Stadtwerke Hannover AG
vertreten durch ihren Vorstand

Dr. Susanna Zapreva-Hennerbichler (Vorstandsvorsitzende),
Kai-Uwe Weitz,
Jochen Westerholz

Ihmeplatz 2
30449 Hannover
Telefon 0511 - 430-0
Telefax 0511 - 430-2650
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Stadtwerke Hannover AG,
FG Presse, Corporate Publishing und Energiepolitik
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